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Kein Wunder, dass sich niemand dazu zählen möchte! Da hört sich Abenteuerurlaub, Bildungsreise oder 12 Monate Backpacking durch Südamerika schon anders an und irgendwie besser.
Dieses negative Image ist so alt, wie der Tourismus selbst. Schon in Pilgerberichten des Mittelalters beklagte man sich über die Kommerzialisierung und den unglaublichen Andrang an den heiligen Stätten. Einige Jahrhunderte später, kurz nach der Aufnahme des Wortes „Tourismus“ in das allgemeine Wörterbuch, beschwerte sich Fontane über das Massenreisen. Mittlerweile jagen jährlich 10 Milliarden Touristen über den Globus und die Kritik nimmt kein Ende: Umweltverschmutzung, Kulturimperialismus, Verdummung – all das wird den Touristen zum Vorwurf gemacht.

So sehr ich die Kritikpunkte auch nachvollziehen kann, denke ich, dass Reisen durchaus seine Berechtigung hat: Es erweitert den Horizont, trägt zur interkulturellen Kommunikation bei und ist oft auch ganz pragmatischer (Geschäftsreisen), bzw. lebensnotwendiger (Migration) Natur.
Ich glaube auch nicht, dass die Kritiker des Tourismus noch nie einen Fuß in ein Flugzeug, bzw. in einen Zug gesetzt haben.
Überall wird über den blöden Touristen geredet, ich kenne jedoch keinen, der sich dazu zählen würde. Aber irgendwoher müssen die 10 Milliarden doch auch kommen, oder?
Alexander von Schöneburg hat mal gesagt:
„Touristen…sind immer die anderen!“ Wie wahr, wie wahr… [...mehr]
Die Koffer sind fast gepackt. Eine Ecke, zwischen Sonnenbrille und Handtuch, ist noch frei. Vielleicht könnte man zur Abwechslung auch mal ein Buch mit reinpacken?
Auch wenn es dann wahrscheinlich doch unangerührt bleibt… Aber was liest sich denn gut auf Reisen? Meine Empfehlung: Nehmt doch mal ein Buch über das Reisen selber zur Hand. Dazu gebe ich euch einen kleinen Express-Einblick über mögliche Reise-Reise-Literatur, hoffentlich ist was für jeden Geschmack dabei!
Für die intensiven Reiseroutenplaner sind natürlich Reiseführer unabdinglich.
Je nach Geschmack kann man da auf den mehr kunsthistorischen Dorling Kindersley, den alternativen Lonely Planet oder doch den klassischen Baedecker zurückgreifen, um nur einige zu nennen.
Für die Fans des Adventure-Urlaubs gibt es eigentlich nur Reinhold Messner, z.B. „Der nackte Berg. Nanga Parbat – Bruder, Tod und Einsamkeit“. Mindestens genauso gut ist das „Survival-Lexikon“ von Rüdiger Nehberg als Alternative. Wer wollte nicht schon immer mal in einem Eissee baden…
Wer möglichst weit und lange weg auf Backpackingtour gehen möchte, der kann sich zwischen den Full-Moon-Partys mit Emily Barr und ihrem satirischen Roman „Backpack“ vergnügen. Auch William Sutcliffes ebenso unterhaltsamer Roman „Are you experienced“, der eine misslungene Backpackerreise nach Indien beschreibt, könnte nach einem Hangover wieder gute Laune machen.
Für alle Reiseidealisten empfiehlt sich der gute alte Bruce Chatwin: Reisen war für ihn das Leben, in seinen Büchern (z.B. „Traumpfade“) kommt er immer wieder darauf zurück, wie wichtig Veränderung und Beweglichkeit heutzutage sind: „ Des Menschen wahres Haus ist nicht das Haus, sondern der Weg, und das Leben selbst ist eine Reise, die zu Fuß zurückgelegt werden muß.“
Wer seine Reise philosophisch angehen möchte, kann sich entweder für „Die Kunst des Reisens“ von Alain DeBotton entscheiden oder auch für den populären und ständig die Bestsellerlisten besetzenden Roman von Harpe Kerkeling „Ich bin dann mal weg“. Im diesen Sinne verabschiede ich mich dann auch aus der heutigen Literaturzirkelrunde und freue mich schon, wenn es das nächste Mal heißt: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“ [...mehr]
Die Japaner haben nicht nur in der Elektrobranche die Nase vorn, sondern auch bei der Entwicklung von Sanitäranlagen. Trotz des ähnlichen Standards in Deutschland und Japan, unterscheiden sich diese Länder in einem Punkt ganz besonders: Beim Toilettengang. Bei einem Aufenthalt in Japan kann man feststellen, dass es nicht nur Luxus-Handtaschen, sondern auch Luxustoiletten gibt!!!
Dieser, für Europäer doch eher ungewohnte, Luxus zeichnet sich durch besondere Zusatzfunktionen aus, die alle durch ein Display an der Seite auszuwählen sind. Ein Beispiel: Sie befinden sich in einer öffentlichen Toilette und möchten unangenehme Nebengeräusche vermeiden? Praktischerweise produziert die Toilette angenehme Flussgeräusche und übertönt alles andere völlig. Zudem gehört die, in Deutschland eher selten vorhandene, automatische Sitzreinigung zur normalen Grundausstattung.
Befindet sich die Toilette in der ganz oberen Preisklasse, bereichern auch noch diverse andere Geräuschkulissen die Toilettenszenerie. Der extra Gesäßwärmer gehört dann ebenfalls zur Ausstattung dazu, genauso wie der automatische Deckelöffner. Und wer auf keine Form des Komforts verzichten möchte, für den ist auch noch eine Massagefunktion in diesem Angebot vorhanden. So wird der Toilettengang in Japan zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für alle Sinne. (=
Die Kehrseite dieses luxuriösen Toilettentraums, das ganz normale Loch im Boden, ist in Japan eher seltener der Fall, obwohl es in anderen Teilen Asiens immer noch weit verbreitet ist. Aber schon der Besuch einer kleinstädtischen Bahnhofstoilette in Deutschland dürfte Japaner in einen schockähnlichen Zustand versetzen. Mit ihren Toiletten setzen die Japaner ganz neue Standards. Vielleicht sollte sich Deutschland ein Beispiel daran nehmen. [...mehr]
Matt ist Anfang dreißig, kommt aus den Staaten und arbeitet eigentlich in der Videogame-Branche. Eines Tages kündigt er seinen Job und beschließt um die Welt zu reisen. Auf dieser Tour bringt ihn jemand auf eine Idee, die ihn bald im Internet zu einer kleinen Legende machen soll: Er tanzt.
Nun gut, tanzen hat schon den einen oder die andere zur Legende gemacht, aber Matt hat die letzten Jahre weniger in Tanzstudios verbracht, sondern mehr hinter dem Computer. Doch das stört eigentlich nicht weiter. Sein Getanze sieht ziemlich lustig aus und erinnert irgendwie an Balu den Bären. Der Clou an der Geschichte ist jedoch, dass Matt an jedem der Orte, die er bereist, sich tanzend filmt und diese Videos ins Internet stellt. Ob im Dschungel von Borneo, oder in einem japanischen Casino, ob vor ägyptischen Pyramiden oder an einer befahrenen Straße in Singapur – er tanzt, rudert mit Armen und Beinen und gewinnt so eine immer größer werdende Fangemeinde. Zwischen seinen einzelnen Welttrips ist er immer wieder mal zu Hause und arbeitet in seinem eigentlichen Beruf. Momentan ist er jedoch in Asien unterwegs und präsentiert seinen Tanz unter anderem in japanischen Talkshows. Immer wieder wird gerätselt, ob Matt all diese Orte tatsächlich besucht hat. Das wird man wohl so schnell nicht herausbekommen, da er diese Thematik in seinen FAQ’S geschickt umgeht, bzw. den Mythos um seine Reisen weiter auflädt:
“This is all a big hoax, isn’t it? You did it with a green screen. You never left your house. It’s true, isn’t it?” – “Yes.”
Ob nun real oder virtuell, die Videos sind originell und haben auch schon zu vielen Nachahmaktionen angeregt. Vielleicht kann man es demnächst mal mit anderen Darstellungsarten probieren? Sackhüpfen zum Beispiel oder Jodeln? Die kreative Palette des Reisens birgt noch so einiges in sich…
Die Internationale Tourismus Börse öffnet zwischen dem 05.03 und 09.03 wieder ihre Tore in Berlin. Die erfolgreichste Tourismus-Börse der Welt erwartet wieder zahlreiche Aussteller und Besucher in den Messehallen unter dem Funkturm.
Rund 11.000 Aussteller aus 180 Ländern wollen den Besuchern ihre Heimat und Kulturen näher vorstellen und zum Reisen motivieren. Dabei unterteilt sich die Messe in acht wesentliche Segmente, womit sie für den Fachbesucher und Besucher gleichfalls überschaubar gestaltet. Bei der ITB SUPPLY treffen beispielsweise die Zulieferer der Branche auf ihre
Kunden. Reiseveranstalter, Fremdenverkehrsorganisationen, Reisebüroinhaber, aber auch Journalisten erhalten hier umfangreiche Informationen.
Immer wichtiger für die Reisenden wird auch das Kulturangebot. Sie rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Reiseentscheidung, weshalb dem Kulturtourismus ein eigenes Segment zugordnet wurde.
Immer mehr von Interesse sind Trends und Events. Kurzreisen aufgrund bestimmter Anlässe wie Festivals, Musicals oder Konzerte werden bei den Reisenden immer beliebter. Statt eines großen Urlaubs, verbringt man lieber mehrere kleine Urlaube, die an bestimmte Veranstaltungen gekoppelt sind.
Seit der Einführung von Youth Travel auf der ITB ist die Nachfrage jährlich gestiegen. Studenten, die auf der Suche nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten und Individualreisen sind, machen inzwischen einen Großteil der Reisenden aus.
Ihnen wird hier ein ansprechendes und umfangreiches Angebot vermittelt.
Einen richtigen Boom hat in den vergangenen Jahren der ECOtourismus erfahren. Sich bewusst mit der Umwelt und der Kultur eines Landes auseinander zu setzen, ist der größte Anreiz solcher qualitativ hochwertiger Reisen. Ähnlich sieht es bei Adventure-Reisen aus – sich während des Urlaubs körperlichen Herausforderungen zu stellen, wird für viele Menschen immer attraktiver. Dabei scheint das Angebot schier unerschöpflich zu sein – Trekking im Himalaja, Eisklettern in den Alpen, Kanufahren auf dem Amazonas und vieles mehr.
Natürlich erfährt auch das Thema Wellness bei den Besuchern immer mehr Zuspruch. Sich mal so richtig verwöhnen oder die Seele baumeln zu lassen und einfach nur zu entspannen – davon träumen immer mehr Reisende.
Das der boomende Tourismus auch attraktive Stellenangebote bietet, steht außer Frage. Ob als Flugbegleiter/in,
Animateur/in, Hotelfachkraft oder Management – hier eröffnen sich völlig neue Perspektiven für Arbeitssuchende. Headhunter einzelner Firmen sind dabei auf der Suche nach Fachkräften, die aufgrund ihrer Kenntnisse den Firmen weiterhelfen können.
Natürlich kann man sich auch über die einzelnen Länder auch gezielt informieren. Inzwischen ist fast Region dieser Erde auf der ITB vertreten und kann mit Hilfe von Anschauungsmaterial den Besuchern ihr Land näher vorstellen. Für den Privatbesucher sind die Tage 8. und 9. März vorgesehen. Ein Besuch lohnt sich allemal. [...mehr]
Seit neuestem bieten der Verband „forum anders reisen“ und die Umweltstiftung WWF Deutschland Reisen in insgesamt zehn Projektregionen der WWF an.
Diese Reisen sind insofern sehr spannend, da man das Schöne (neue, interessante Gegenden kennen lernen) mit dem Sinnvollen (die ökologischen Problematiken des Tourismus bekämpfen) verbinden kann. Egal ob man im Kaukasus in Georgien klettern möchte, den Spuren des roten Pandas in Indien oder des Orang Utan in Malaysien folgen will – es wird ein hoch interessantes Programm angeboten. Dieses ist jedoch nur etwas für Freunde von anstrengenden Kletter- und Fahrradtouren, soviel sollte im Vorfeld gesagt werden.
Das „forum anders reisen“ ist ein 1998 in Deutschland gegründeter Verband von Reiseveranstaltern, die es sich, als einzige Institution innerhalb der Branche, zur Aufgabe gemacht haben, ihre Reisen umweltverträglich und nachhaltig zu gestalten. Zusammen mit der international renommierten Umweltstiftung WWF arbeiteten sie an einem Reisekonzept, dass durch eine bewusste Aufklärung über Natur und Umwelt zum Naturschutz beitragen soll. Während der Reisen werden
Umweltorganisationen vor Ort besucht, um eben dieses Gespür für einen verantwortungsvollen Tourismus zu vermitteln.
Damit aber durch die umweltbewussten Reisen nicht immense Treibhausgasemissionen durch Langstreckenflüge entstehen, machen die Veranstalter auch auf die Möglichkeit aufmerksam „atmosfair“ zu reisen. Das bedeutet, dass die Reisenden freiwillig für die von ihnen verursachten Klimagase zahlen und in weltweite Energiesparprojekte investieren.
Klingt alles sehr teuer? Ist es auch – aber das sollte uns unser Planet wert sein! [...mehr]
Auch wenn ich kein Fan der Deutschen Bahn bin, liebe ich doch das Zugfahren. Besonders meine Reisen in Regionalzügen sind die besten. Warum? Ganz einfach, man erlebt die spannendsten Geschichten und lernt die interessantesten Menschen kennen. Zu Beginn darf man sich nur nicht darauf einstellen, irgendetwas während der Reise erledigt zu bekommen, das ist utopisch. Babygeschrei, Sitzplatzmangel und ein lautstarkes Sprachengewirr machen ein konzentriertes Lesen unmöglich. Auch um schlafen zu können muss man eine wirklich große Unempfindlichkeit gegenüber Koffern am Schienbein, Handygeklingel, Zugluft und Hundeschnauzen besitzen. Aber warum schlafen, wenn man auch Kontakte knüpfen kann?
Ich fuhr letztens per Wochenendticket quer durch Deutschland und hatte über acht Stunden volles Programm. Meine Mitfahrerinnen, die ich über das Internet gefunden hatte, waren mir auf Anhieb sympathisch und wir quatschten, als würden wir uns schon ewig kennen. Am Ende der Fahrt kannte ich alle ihre Lebensgeschichten und hatte drei Freundinnen in Berlin mehr. Aber nicht nur diese tollen Menschen lernte ich kennen: Gegen Ende der Fahrt trafen wir auf einen Studenten mit Gitarre, der sofort nur Augen für eine der Mitfahrerinnen hatte. Sie brachte ihn tatsächlich dazu, uns etwas auf seiner Gitarre vorzuspielen und so bekamen wir bis Berlin ein Live-Konzert gratis. Das Rattern der Regionalbahn wurde von Eric Clapton Songs untermalt – man konnte es schon fast als romantisch bezeichnen. Durch das Gitarrenspiel wurde wiederum eine ältere Dame auf den Studenten aufmerksam und warb ihn für die Geburtstagsparty ihrer Schwester am kommenden Wochenende an. Wenn das nicht ein grandioses Beispiel für das Schneeballprinzip ist! Alles in allem war es wirklich eine interessante und amüsante Fahrt. Dass mich die ganze Fahrt nur acht Euro gekostet hat, sollte ich vielleicht auch noch erwähnen. [...mehr]
Winterurlaub geplant – aber keiner will mit?
Als Single wird man immer mal wieder darauf hingewiesen – oft auch unfreiwillig – das manche Angebote doch vorrangig an andere Zielgruppen gerichtet sind. Hotelzimmer zum Beispiel sind fast immer mit zwei Betten ausgestattet und für den reisenden Single dann oft teurer als für zwei gemeinsam Reisende. Doch wem das nicht gefällt und wer den Chancen nachhelfen will, im Urlaub nicht alleine unter zahlreichen Pärchen einsam am Katzentisch zu sitzen, der hat mittlerweile gute Möglichkeiten, auch als Single einen tollen Winterurlaub zu erleben.
Fast 2,5 Millionen Treffer spuckt die Suchmaschine Google als Antwort auf den Suchbegriff „Singlereisen“ aus, neben klassischen Singleseiten und praktischen Test von speziellen Single-Urlaubs-Angeboten gibt es auch ganz konkret einen Marktplatz oder Börsen für Alleinreisende. Wem das dennoch zu unsicher ist, kann sich ja auch per Anzeige Mitreisende suchen, neue Menschen lernt man so ganz sicher kennen. Neben der Möglichkeit, als Gruppe zum Beispiel verbilligt anzureisen oder Rabatte zu nutzen kann man sich ja auch einfach vor Ort mit Gleichgesinnten verabreden. Snowboarder und Snowboarder, Langläufer mit Langläufern oder auch nach passendem Alter.
Und wenn man schon ein paar Leute zusammen hat, dann kann man die Gruppe vielleicht auch vergrößern und zum Beispiel jetzt im Winterurlaub eine ganze Skihütte mieten und dabei noch kräftig sparen. Oder mach sucht eben nach „Restplätzen“ und schließt sich anderen Reisenden an. Wer also nicht alleine im Schnee die Ruhe genießen mag und die Nase voll von Kontaktanzeigen hat, sollte in den Winterurlaub fahren. [...mehr]
Eine kleine, faszinierende Sammlung zeigt online, wie sich Zeichner in den 50ern und 60ern des vergangenen Jahrhunderts die Zukunft vorstellten.
Darunter befinden sich auch Visionen vom Reisen in einer hochtechnologisierten Welt. Ernst Theodor Lässig imaginierte eine Reise zum Mond, Kurt Röschl illustrierte Jules Vernes’ Klassiker “20.000 Meilen unter den Meeren“, und Eberhard Binder-Staßfurt stellte sich in detaillierten Plänen “Unsere Welt von morgen” vor.
Dass es dann doch (noch?) nicht so gekommen ist, wie sie zeichneten, lag bestimmt nicht an einem Mangel an Visionen.
Was hätten diese Futuristen wohl gedacht, wenn sie gewusst hätten, dass wir uns immer noch auf Linienflüge verlassen müssen, auf Benzinmotoren und langweilige Zugfahrten? Wenigstens gibt es bald den Transrapid in München … [...mehr]





