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1554 gegründet ist São Paulo mittlerweise zu der größten Stadt Brasiliens angewachsne und der führende Industriestandort des Landes. Es ist somit das finanzielle Center von Brasilien, mittlerweile sogar schon von ganz
Südamerika. Mit seinem riesigen Andrang zum Karneval jedes Jahr, kommt es gleich hinter Rio de Janeiro. São Paulo ist für seinen kulturellen Mix an Einwohnern berühmt, für die riesigen Shoppingcenter und für Fußball: Drei der wichtigsten Fußballteams Brasiliens kommen aus São Paulo.
Wer kulturelle Events in Brasilien sucht ist hier genau richtig – denn es ist die beste Stadt in Brasilien für Kunst. Denn eigentlich sind die Brasilianer in Sachen Kunst nicht so gut ausgestattet, das liegt vor allem an mangelnder finanziellen Mitteln und auch an mangelnden Konsumenten, die bereit wären, dafür Geld auszugeben.
Erwähnenswert sind das Museum für moderne Kunst, das die bedeutendste Kunstsammlung Südamerikas besitzt, und das Ipiranga-Museum mit seiner Ausstellung über brasilianische Geschichte. Viele gute Veranstaltungen finden im Sala São Paulo statt. (leider nur auf Portugiesisch)
Natürlich gibt es auch die Schattenseiten in solch einer Metropole: Gewalt, Verschmutzung, permanente Staus und verdreckte Flüsse, die im Sommer übertreten, können die Bewohner schon manchmal zur Verzweiflung bringen. Aber für einen kurzen Urlaub tut das nicht so viel zur Sache. Vorsichtig sollte man natürlich trotzdem sein.
Die Einwohner behaupten, dass Sao Paulo das beste Nachtleben in ganz Brasilien hat. Selbst am Montagmorgen findet der Nachtschwärmer irgendeine interessante Party, die noch im vollen Gange ist. Wer das nicht glaubt, sollte möglichst schnell selber hinreisen und sich von der Situation überzeugen!
Ein Tipp: Günstige Flüge nach Brasilien gibt es zum Beispiel von Frankfurt aus mit Condor.
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Pura Vida – Das pure Leben, so wird man in der „Schweiz Mittelamerikas“ begrüßt.
Costa Rica ist gerade einmal so groß wie Niedersachsen und doch bietet es durch seine einmalige Lage zwischen pazifischem und atlantischem Ozean eine Natur- und Pflanzenvielfalt, wie sie nur wenige andere Länder aufweisen.
Ein ganzes Viertel der Fläche der fünf Provinzen Costa Ricas ist als Nationalpark geschützt. Es kann also durchaus passieren, dass man beim typisch costaricanischen Frühstück (Mittag- und Abendessen) „Gallo Pinto“, einem Gemisch aus Reis, Bohnen und lokalen Spezialitäten, zum Beispiel frittierten Kochbananen, die Anwesenheit kleiner Äffchen genießen kann, während man den Stimmen der einzigartigen Vogelwelt lauscht.
Beeindruckend ist vor allem das Sozialsystem: Die staatliche Schulbildung mit einem erstaunlich hohen Standard für diese Region ist für jedes Kind gesichert und da Costa Rica das einzige Land der Welt ohne eine Armee ist, kann dieser Standard finanziell auch langfristig gesichert werden.
Für einen Besuch Costa Ricas bieten sich vor allem Rundreisen an, denn nicht nur die wunderschönen wilden Karibikstrände und paradiesisch weißen Sandstrände auf der Pazifikseite, die sich die Wellenreiter erobert haben, laden zu einem Besuch ein. San José, die Hauptstadt im Herzen Costa Ricas, auf der zentralen Hochebene gelegen, bietet neben lateinamerikanischem Charme viele Attraktionen und Freizeitmöglichkeiten.
Wer es lieber ruhig mag und Natur hautnah erleben möchte, für den liefern die Nationalparks eine sehenswerte Alternative. Besonders interessant sind der Vulkan Poás, dessen schwefeligen Kratersee man aus nächster Nähe beobachten kann oder auch die „Aerial Tram“-Hochseilbahn, die einem atemberaubende Blicke in den unberührten Regenwald bietet. Spannend auf einer Rundreise ist auch der frappante Klimawechsel, zwischen den feuchten und gemäßigten Hochebenen und den schwül-heißen Küstenregionen.
Auf gar keinen Fall missen sollte man einen Besuch Puerto Limóns, Costa Ricas „zweiter Hauptstadt“ an der Atlantikküste. Vor den Ufern der Hafenstadt befindet sich auch Costa Ricas einzige Insel, die Isla Uvita, auf der einst Christoph Columbus auf seiner vierten Atlantikreise vor Anker ging. Er war es, der dem Land seinen heutigen Namen gab: Costa Rica – Die reiche Küste. Nach einigen Erkundungstouren stellte er jedoch fest, dass das durch den Urwald überwucherte Land nutzlos für die Zwecke des damaligen Europa war.
Eben diese Natur stellt sich heute jedoch als der wahre „Reichtum“ Costa Ricas heraus. Der andere Schatz, den man dort zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Süden zu finden vermag, ist ohne Zweifel die ansteckende Lebensfreude und der Optimismus der Ticos. ¡Pura Vida! heißt das Lebensmotto und tatsächlich wird man durch den Kontakt mit Kultur und Menschen rasch infiziert, was bleibt also sonst als dieses Gefühl weiterzugeben?
In diesem Sinne: ¡Pura Vida! [...mehr]
Mit schlappen 19 Millionen Einwohnern steht São Paulo auf Platz fünf der größten Städte weltweit und ist die größte Stadt in Brasilien. Trotz aller Metropolen-Atmosphäre kann der aufmerksame Besucher einige Besonderheiten und schöne Ecken in ihr vorfinden. Besonders berühmt ist São Paulo für die zahlreichen multikulturellen Einflüsse von portugiesischen, italienischen, japanischen und auch deutschen Einwanderern. Ein Beispiel dafür sind Stadtteile wie Bras oder Bexiga. In ihnen leben zahlreiche Italiener und prägen das Stadtleben durch Straßenfeste und (natürlich) viele italienische Restaurants. In São Paulo leben ca. 6 Millionen Italiener, mehr als in irgendeiner anderen Stadt auf der Welt – eingeschlossen Rom! Einmal jährlich feiert die italienische Community das “Festa de Sao Vito” mit über 60.000 Besuchern: Wer für 9 Euro für ein italienisches 5 – Gänge Menü vom Feinsten bezahlen möchte, sollte hier
vorbeischauen.
Im Stadtteil Liberdade findet man vorrangig japanische Einflüsse wieder. Wenn man Glück hat kann man dabei sein, wenn das Sternenfest (Tanabata) der Japaner gefeiert wird – auch hier gibt es Tausende von Besuchern und Angebote, die von typische Tänzen, Filmen, Dekoration bis hin zu Origami-Workshops reichen.
Auch der deutsche Einfluss ist nicht zu übersehen. Es existieren deutsche Schulen und Kindergärten, mehrere deutschsprachige Zeitschriften und immer wieder gelangt man an Plätze und Gebäude, die nach Humboldt benannt sind. Ungefähr 400000 Deutschstämmige leben im Großraum São Paulo und wer nach zuviel Reis und Bohnen urplötzlich Hunger nach Sauerkraut oder Apfelstrudel verspürt, kann in einem deutschen Restaurant Zuflucht finden. [...mehr]
Wo Patagonien anfängt und wo es endet, lässt sich nicht so genau feststellen.
Die Grenzen der größten Region Südamerikas scheinen zu fließen: Mal gehören die zahllosen Feuerland-Inseln dazu, mal nicht. Zwar ist das Gebiet seit Beginn des 20ten Jahrhunderts politisch aufgeteilt zwischen Argentinien und Chile, doch ob deshalb die Grenzen im Süden an den Flüssen Rio Colorado und Rio Bio Bio und im Norden entlang der Magellanstraße gezogen werden müssen, lässt sich schwer entscheiden. Bei einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von einem Menschen pro Quadratkilometer gibt es ohnehin nicht allzu viele, die von solchen Spitzfindigkeiten betroffen wären.
Die Pampas, die dortigen Grassteppen, bieten nicht viel. Die meisten Gauchos, die argentinischen Verwandten der amerikanischen Cowboys, verdienen ihren Lebensunterhalt mit Schafzucht; doch seit einigen Jahren verlieren sich auch zunehmend Touristen in den windigen Ebenen der Mittelland-Regionen.
Ob sie den Spuren Bruce Chatwins folgen? Der britische Schriftsteller entschuldigte sich 1977 mit einem lakonischen Telegramm bei seiner Familie: „Bin für 6 Monate in Patagonien“. Als er zurückkehrte, hatte er genug Material gesammelt für einen der Klassiker der Reiseliteratur des 20ten Jahrhunderts, “In Patagonien”.
Oder suchen sie nach der Wahrheit über Butch Cassidy und Sundance Kid? Die beiden Outlaws waren nach ihrer Flucht vor der amerikanischen Polzei 1908 im patagonischen San Vincente von der Polizei gestellt worden, doch über den Ausgang dieser Begegnung kursieren verschiedene Geschichten – Chatwin hat eine Version konstruiert, der italienische Zeichner Hugo Pratt schrieb die Geschichte um: In seinem Comic “Tango” taucht Butch Cassidy 1919 in Buenos Aires auf …
Auch Sportler zieht es vermehrt in den Süden des Subkontinents: Oberhalb der Berge “Cerro Tore” und “Fitz Roy” verläuft ein schmaler Vegetationsstreifen, der ausgezeichnete Gelegenheiten zum Klettern oder Kajakfahren bietet. Ob man darin das Eindringen des Menschen in eine weitgehend unberührte Natur sieht oder den nächsten Sommerurlaub, bleibt jedem selbst überlassen. Nach Venezuela strömen mittlerweile jedes Jahr ein paar tausend trekkingbegeisterte Europäer … [...mehr]





