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Autor: Christophe

Der Père Lachaise

Er ist einer der berühmtesten und vermutlich der meistbesuchte Friedhof der Welt: Der Père Lachaise im Osten der Pariser Innenstadt zieht bis heute jährlich hunderttausende Touristen in seinen Bann.

Dabei war er zu Beginn des 19ten Jahrhunderts eher als Ausweichfriedhof für die Metropole, der es an geeigneten Grabstellen mangelte, gedacht. 1804 fand das erste Begräbnis statt. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Hauptstadt, und mit ihr wuchs auch der Père Lachaise. Ursprünglich außerhalb der Stadtgrenzen gelegen, war er bald von einem dichten Straßennetz und mehrstöckigen Mietshäusern umgeben. Inzwischen überquert ihn sogar eine Straße.

Zwar kann er es längst nicht mit der idyllischen, naturverbundenen Schönheit beispielsweise der alten Wiener Friedhöfe aufnehmen. Doch die Zahl der hier bestatteten Künstler, Politiker und anderer Personen des öffentlichen Lebens ist enorm. Hier finden sich, neben vielen anderen, die Grabstätten von Oscar Wilde, Honoré de Balzac, Maria Callas, Fréderic Chopin, Eugène Delacroix, Gustave Doré, Edith Piaf, Marcel Proust und Jim Morrison.

Besonders das Grab von Doors-Sänger Morrison ist zum ständigen Pilgerort der Touristen geworden. Pariser Jugendliche lassen sich gelegentlich nachts einschliessen, um an Morrisons Grab Parties zu feiern. Natürlich nicht zur Freude der Pariser: 2005 dachte die Stadtverwaltung sogar darüber nach, Morrisons sterbliche Überreste nach Amerika zu bringen. Inzwischen hat man sie

Das Grab von Doors-Sänger Jim Morrison

davon abgebracht. Der Père Lachaise ist ein Wahrzeichen der Seinestadt, und Morrisons Grab mit den leeren Flaschen und den verschmierten Graffiti gehört eben irgendwie auch dazu.    [...mehr]



Autor: Christophe

Wer zu gelegentlichen Wochenendausflügen ins europäische Umland neigt, dürfte am Elsass mit seiner bunten Geschichte und hinreißenden Küche rasch Gefallen finden.

Ein elsässisches Fachwerkhaus

Die Region kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken, in deren Verlauf sie mal deutsches, mal französisches Hoheitsgebiet war. Heute gehört das Elsass zu Frankreich, aber die meisten Elsässer sprechen neben dem Französischen auch das Deutsche leidlich gut. Das Elsässische, ein Gemisch deutscher und französischer Ausdrücke, ist für einen Fremden fast unverständlich.

Die größten Städte sind Straßburg und Mühlhausen. Hier bieten sich dem Wochenendausflügler einige interessante Ziele, zum Beispiel die zum Weltkulturerbe zählende Altstadt „Grande Ile“ von Straßburg. Zu den touristischen Sehenswürdigkeiten der Region zählt die mittelalterliche Altstadt von Bergheim, ferner der Schmetterlingsgarten in Hunawhir und das Freilichtmuseum in Ungersheim.

Weinregion Elsass

Neben den landschaftlichen Reizen des Elsass, das im Süden vom Rhein, im Westen von den Ausläufern der Vogesen begrenzt wird, lockt vor allem die regionale Küche seit Jahren Feinschmecker in das kleine Département.

Zu den typischen Spezialitäten gehört natürlich die tarte flambée, der Flammkuchen. Der Gugelhupf ist weit über die Grenzen der Region hinaus berühmt, und der crémant, der Schaumwein, weiß Besucher immer wieder aufs Neue zu begeistern. Zahlreiche schmackhafte Variationen traditioneller deutscher oder französischer Gerichte bereichern die elsässische Küche. Doch die zentrale Spezialität des Elsass sind seine Weine – ob Riesling oder Pinot blanc, Gewürztraminer, Silvaner oder Pinot gris.

Kurzum: Für Kurzreisen scheint diese Region im Herzen Europas geradezu prädestiniert zu sein. Besonders Feinschmecker dürften sich im Paradies wähnen …    [...mehr]



Autor: Christophe

Mit 77 Millionen Besuchern ist Frankreich auch im Jahr 2007 das größte Tourismusziel der Welt. Diesen Umstand verdankt das „Héxagone“ (oder Sechseck, wie die Franzosen ihre Heimat gern nennen) nicht allein seinen klassischen Touristenmagneten (Paris, Cannes, Saint-Tropez, Disneyland und Camembert), sondern einem vielfältigen und dynamischen Angebot, das für jeden Geschmack (und jedes Portemonnaie) etwas Passendes bereithält.

Ob Strandurlaub am Cap Esterel, Opernbesuch in Paris, Angelferien in der Bretagne oder Snowboardfahren in Alpe d’Huez – dem Frankreichbesucher kann geholfen werden. Vier Beispiele, s’il vous plaît!

Paris

Paris ist –évidemment – immer eine Reise wert (ganz gleich unter welchem Vorwand). Der Eiffelturm, der Louvre, Notre Dame, das Musée Rodin, der Père Lachaise und viele andere stehen stellvertretend für den unsterblichen Glanz der „Stadt der Lichter“ – und daneben gibt es noch vieles zu entdecken: die kleinen Antiquariate in Saint-Germain des Près zum Beispiel, oder die reiche Theaterkultur.

Der Wintersportort Alpe d’Huez ist im Lauf der Zeit um ein kleines Bergdorf herum gewachsen. Heute ist er uns besonders als Bergankunft bei der Tour der France bekannt. Daneben lockt er mit seinem hervorragenden Wintersportangebot jährlich Zehntausende auf die Pisten.

Die sonnenverwöhnte Provence, idyllisch gelegen zwischen Rhônetal und italienischer Grenze, mit ihren Lavendelfeldern, den kleinen, mittelalterlichen Dörfern und der einfachen (aber hinreißenden) Küche hat es vielen Frankophilen besonders angetan. Ihr einzigartiges Licht lockte viele Künstler, darunter Picasso, Van Gogh und Cézanne, an – und machte die Region in aller Welt bekannt.

Provence

Nicht ganz so trocken, aber mindestens ebenso interessant stellt sich die raue Bretagne dar, deren zerklüftete, stürmische Küste mit ihren monolithischen und keltischen Ruinen an das Erbe vergangener Zeiten erinnert.

Die Grande Nation ist vielfältig – auch in kulinarischer Hinsicht: „Es ist schwer, ein Volk zu regieren, das 246 verschiedene Sorten Käse hat“, konstatierte Charles de Gaulle lakonisch. Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass die Küche in Frankreich im (Lebens-)Mittelpunkt steht. Zum Vergnügen des Touristen, versteht sich…
Ein Frankreichbesuch ist eigentlich eine Pflicht – oder, mit Thomas Jefferson:

„Jeder Mensch von Kultur hat zwei Vaterländer: das seine – und Frankreich.“    [...mehr]


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