» Backpacker


Autor: Susanne

Wo der Tiger und der Bär einst ihre Suche aufgeben mussten, setzte ich an, als ich mich auf meinen Weg nach Panama begab. Im Rahmen einer längeren Mittelamerikareise sollte mir die Bananenrepublik mindestens einen kleinen Besuch wert sein. Und so kam es dann auch.Über die Grenze von Costa Ricas Karibikküste, kommt man vom kleinen Dörfchen Sixaola aus, über einen außergewöhnlichen Grenzübergang, nach Panama. Ziel sollten die Bocas del Toro sein, eine Inselgruppe im Nordwesten Panamas, welche sich auf insgesamt 4500 Quadratkilometern in den Atlantischen Ozean erstreckt. Vom Grenzdorf gelangt man schnell mit lokalen Bussen in das Städtchen Changuinola. Spanisch-Sprachkenntnisse sind hier natürlich von Vorteil, denn Touristen werden auch hier gerne übers Ohr gehauen. Von Changuinola aus, werden jedem Touristen direkt kleine Charterboote angeboten, mit welchen man auf die Inseln gelangt. Eine Alternative wäre eine Reise über die Stadt Almirante, jedoch ist die Fahrt nach Changuinola, über Bananenplantagen und vorbei den typischen Bambushütten der Feldarbeiter, interessanter und man bekommt einen Eindruck der hiesigen „echten“ Lebensverhältnisse, im Gegensatz zur Touristenhochburg auf der Bocas del Toro.

Haus auf Stelzen/Bocas del Toro © Susanne Sterz

Als echten Geheimtipp kann man die Bocas del Toro daher sicherlich nicht bezeichnen, bekannt geworden sind diese jedoch auch nicht ohne Grund. Angekommen boten sich mir eine Fülle an Übernachtungsmöglichkeiten, denn neben den wenigen offiziellen Hotels findet man auf den Inseln viele Hostels, vorwiegend amerikanischer und kanadischer Auswanderer. Wer die lateinamerikanische Kultur kennen lernen möchte, der ist hier gewiss falsch, aber die Inseln bieten ihren ganz eigenen Charme. Sie ziehen Aussteiger an, junge Familien und viele Wassersportbegeisterte, die an den zahlreichen Stränden optimale Bedingungen zum Wellenreiten, Kitesurfen oder Tauchen vorfinden. Kleine Wassertaxis bringen die Touristen über glasklare, kleine Kanäle von Insel zu Insel. Das Zentrum mit seinen vielen, kleinen Supermärkten, Bars und Einkaufsmöglichkeiten, befindet sich auf der Isla Colón am nördlichsten Zipfel der Bocas del Toro.

Bar/Bocas del Toro © Susanne Sterz

Wenn der Abend naht sollte man sich in einer der gemütlichen Bars , an den Stränden der Insel, niederlassen und die außergewöhnlichen Cocktails genießen. Hier findet auch ein Alleinreisender schnell Anschluss und man lernt interessante Menschen kennen. Viele von ihnen verabschieden hier seit langer Zeit jeden Abend den Tag, sie sind hier einfach hängengeblieben und tragen ihren Teil zum außergewöhnlichen Charme dieser Inseln bei.

Weitere Infos zum Thema Karibik auf travelina.de

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Autor: Sarah

In der Neon erschien letztens ein Artikel über das Backpacker-Pack. Angeblich sei es nun die dümmste Form des Massentourismus. Das sei dem Auge des Betrachters überlassen. Auf jeden Fall gibt es immer mal wieder herrlich lustige (und nicht ganz so zynische) Literatur über diese Form des Reisens. Ein Beispiel ist der Roman von William Sutcliffe, mit dem seltsamen deutschen Titel: „Meine Freundin der Guru und ich“. (Wer kann, sollte ihn lieber auf Englisch lesen, denn dann erheitert er noch viel mehr: “Are you experienced?”)

Der Roman beschreibt die Geschichte des 19-jährigen Briten Dave, der nach seinem Schulabschluss für drei Monate nach Indien reist. Er kann sich nichts Schlimmeres vorstellen als eine Reise, die Schmutz, Gefahr und Krankheiten verspricht. Jedoch ist er in Liz verliebt und sie sucht noch einen Begleiter. Um der Liebe willen, beißt er in den sauren Apfel und packt seinen Rucksack…
Nach drei Monaten voller Reisefrust, Krankheit und Konflikten, ehrt Dave, in seinen schlimmsten Befürchtungen bestätigt, nach England zurück. Auch die Freundschaft zu Liz ist beendet. Sein einziger Trost ist: Er ist jetzt nicht einfach nur Dave, von nun an ist er Dave, der Weitegereiste.
banana pancake@flickr/sleepyneko

Der Roman macht auf eine nette Art und Weise auf Stereotypen der Trekkingtour aufmerksam:

Die Hostels mit ihrem Räucher- stäbchenduft in der Eingangshalle und den herunter- gekommenen Sofas, die obligatorischen banana pancakes auf der Speisekarte. Die Backpacker, die ohne ihre Bibel (den Lonely Planet) sich nicht mehr von der Stelle bewegen würden. Die dramatischen Storys von ominösen Infektionen und gefährlichen Erlebnissen im outback.
Mit einem ironischen Augenzwinkern rechnet William Sutcliffe so mit dem Backpacker-Lifestyle ab.    [...mehr]


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