» Baltikum


Autor: Sarah

Vilnius © flickr / i_am_neuronDas größte der drei baltischen Länder kann mit einer riesigen unberührten Landschaft, einsamen Seen, Flüssen, Wäldern und langen Sandstränden aufwarten.Trotz Durchschnittstemperaturen von nur 17 Grad im Sommer und häufigen Regen, ist der Tourismus in Litauen, besonders in der Hauptstadt Vilnius, immer mehr am Kommen.
Warum zum hundertsten Mal nach Florenz fliegen, wenn du auch den Flieger Richtung Osten nehmen kannst und eine Stadt entdeckst, die genauso romantisch ist?
Das fragt eine Tourismus-Seite von Vilnius. Vilnius wirkt generell wenig urban, sondern ist bis ins Zentrum von viel Grün durchzogen. Das Stadtviertel Užupis zum Beispiel präsentiert sich romantisch und kleinstädtisch. Seit Anfang der Neunziger hat es sich vom No-Name-Viertel zum begehrten Künstlerviertel gemacht. Hier findet sich zum Beispiel die TaDAs Art Gallery.
Besucher der Stadt können außerdem ganze Tage alleine schon in Bars und Restaurants verbringen: Die Touristenmeile Pilies gatvé in der Altstadt hält einiges an Überraschungen für hungrige Mägen bereit. Ein Tipp: Hervorragende Crèpes im Café de Paris genießen oder eine ausgefallene Pizza-Kreation im Forto Pica probieren und dazu ein Glas Kalnapilis, beliebtes litauisches Bier, trinken. Im Cili Kaimas kann man litauisch essen gehen; das traditionelle Gericht aus Kartoffelklößen mit Hackfleischfüllung heißt Cepelinai und macht sehr satt.
Uzupis 1uzupis 2Doch genug zum Essen. Unter www.club.lt kann man sich ausgiebig über das Nachtleben der Stadt informieren, aktuelle Theater-Veranstaltungen, Festivals oder andere Events finden.

Zum Erholen laden die vielen Parks der Stadt ein, die auch oft eine gute Aussicht von oben bieten. Zum Spazierengehen kann man die Boksto gatvé entlanggehen, hinauf zu den Überresten der alten Bastei, hier laden grüne Wiesen zum Ausruhen ein.    [...mehr]



Autor: Sarah

Das Baltikum entwickelt sich immer mehr zum Geheimtipp unter den Reisenden. Ein Beispiel dafür ist Riga, auch das Paris des Ostens genannt. Was die Stadt selbst auch im Winter eine Reise wert macht?
Zuallererst gibt es an jeder Ecke Saunas, selbst jedes Dorf hat eine eigene Sauna und für kalte Tage sind sie ein idealer Aufenthaltsort. Aber auch die Innenstadt lohnt ein Gang durch die Kälte: Hier mischen sich mittelalterliche Kirchen mit stalinistischen Gebäude und Jugendstilhäusern – ein sehr interessanter Mix.
Wen die historische Seite der Stadt interessiert, sollte unbedingt in das Okkupations-Museum gehen, dessen Ausstellungen einen eindrucksvollen Einblick in die Situation Lettlands während des sowjetischen Regimes und der Nazi-Zeit geben.

Riga bei Nacht
Um nun aber zurück zu den „Paris“-Elementen: In der Innenstadt von Riga findet man zahlreiche Cafés, hier eine kleine Auswahl:

Tagsüber
In Vairak Saules (Dzirnavu 60) kommt man auch kulinarisch auf seine Kosten. Vairak Saules bedeutet „mehr Sonne“ und tatsächlich ist die Einrichtung sommerlich und auch die Bedienung von sonnigem Gemüt.

Das Vanille (Valnu iela 26) ist Café, Restaurant und Sushi-Bar in einem. Hier kann man auch gut am Laptop sitzen und in Ruhe arbeiten.

Abends
Die Skyline Bar (Elizabetes 55, Reval Hotel Latvija im 26. Stock) bietet eine großartige Aussicht auf die Stadt, am besten trinkt man hier ein Cocktail und bewundert die Kulisse der Stadt bei Nacht.

Cuba, in der Altstadt (15 Jaun iela) hat oft Funk-Musik und obskure Latin-Musik und darüber hinaus günstige Longdrinks.

Wer preiswert in Riga übernachten möchte, kann im Riga Old Town Hostel vorbeischauen, das allerdings am besten frühzeitig, da es oft schnell ausgebucht ist. Eine weitere Alternative ist die Jugendherberge.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf Riga:

 



[...mehr]



Autor: Sarah

Kommt man nach Tallinn fällt natürlich zuerst einmal die mittelalterliche Altstadt ins Auge, mit ihren Türmen und der langen Stadtmauer, die 1997 sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Im Zentrum ist dort der Rathausplatz, steigt man auf das Rathaus hat man eine gute Aussicht von oben auf Tallinn. Auch der Fernsehturm bietet bei guten Wetterverhältnissen Ausblick bis hin zur finnischen Küste. Ein weiteres wichtiges Gebäude ist die Alexander Nevsky Kathedrale, die mit ihren Zwiebeltürmen markant aus dem Stadtbild heraussticht. die Alexander Nevsky Kathedrale © flickr jimg944
Wer ein bisschen weg von dem Stadttrubel möchte, kann sich entweder zu einer kleinen Hafentour mit dem Boot aufmachen oder gleich zur Insel Naissaar in der Tallinner Bucht herüberfahren.
Die Kulturfreunde kommen in Tallinn voll auf ihre Kosten: Die unterschiedlichsten Museen bieten moderne und ältere Kunst an. Ob Gemälde- und Photokunst oder Geschichte, Technologie und Literatur , es wird jeder etwas für seinen Geschmack finden.
Tallinn bietet den Besuchern eine Reihe von interessanten Festivals im Laufe des Jahres an. Zu erwähnen wären das Studenten-Jazz-Festival im Februar, das Altstadt-Festival im Juni, der Tallinn Rock Sommer – das größte baltische Rock-Musik-Festival oder das Baltische Folk-Festival, beide im Juli.
Eine gute Auswahl von Restaurants und Cafés in Tallinn findet man hier. Ein traditionelles estnisches Gericht, Blutwurst und Sauerkraut, lässt sich hier in vielen Restaurants vorfinden, genauso wie eine breit gefächerte internationale Küche. Aber auch die Cafés, ob traditionelles Kaffeehaus oder modernes Szenecafé laden zu einer Ruhepause ein. Und die Alkoholfreunde sollten, aus reinen Gründen des Kulturinteresses natürlich, mal den Vana Tallin Likör probieren, auch typisch estnisch.    [...mehr]



Autor: Sarah

Riesige Städte haben zwar schon immer riesige Aufmerksamkeit erregt, aber konnten auf der anderen Seite noch nie sonderlich viel Charme entwickeln. Ganz anders ist es bei Tallinn.

Die Hauptstadt von Estland gehört mit ihren 400.000 Bewohnern zu den sogenannten „Second Citys“, einer Sorte Stadt die bei weitem nicht so überlaufen ist, aber kulturell wesentlich interessanter: Sie zieht nicht nur Designer und Mulit-Media-Leute an, sondern beherbergt auch eine nicht enden wollende Liste von Kunstgallerien. Besonders interessant ist das Museum für zeitgenössische Kunst (KuMu), das erst vor kurzem in einem modernen Glasbau eröffnete. In den verborgenen Ecken der Stadt kann man die Underground-Szene entdecken, die kulturelle Avantgarde mit ihren Off-Theatern und Lesebühnen. In einer alten Fabrik fördert die Stadt zum Beispiel gerade ein Kunstprojekt der alternativen Szene, mit Ausstellungen und Grunge-Partys.

Kunst in der Straße © flickr / Benoit DerrierNicht nur die blühende Kulturszene, auch das permanente Balancieren zwischen Mittelalter und Web 2.O. machen die Tallinn höchst interessant.
Den Besucher erwartet zunächst einmal eine mittelalterliche Altstadt…über das Kopfsteinpflaster kann man ab und an tatsächlich Pferdehufe klappern hören, die Touristen werden gerne von mittelalterlich gekleideten Gestalten für Restaurantbesuche abgefangen. Auf der anderen Seite ist Tallinn von der Technologie kaum noch loszukriegen: Bustickets und Parktickets werden per SMS bezahlt, Geburtsurkunden per Mail zugesandt und 100 Prozent der Schulen haben einen Internetanschluss. Um das Ganze noch zu toppen, garantiert der Staat den Einwohnern kostenlosen Internetzugang als Grundrecht und somit kann man überall in der Stadt problemlos an Terminals seine Mails checken. Tallinn – diese Stadt pulsiert und hat noch viel mehr, was es zu entdecken gilt. Ein Grund möglichst schnell mal hinzufahren.

Die Altstadt bei Nacht © flickr / Marcus Vegas

[...mehr]